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Mehr oder weniger ausgediente Kleidungsstücke
Manchmal schaue ich in meinen Kleiderkasten und finde nichts, was mich zu tragen gelüstet. Das ärgert mich, vor allem weil der Kasten dennoch randvoll mit Textilien ist. Der Anteil an Unbrauchbarem muss gestiegen sein. Ich versuche mir vorzustellen, was die Hintergründe dafür sein könnten. Ich stelle an mir eine angeborene oder anerzogene oder durch andere Umstände erworbene Abneigung gegen das Fortwerfen von Kleidungsstücken fest. Ich teile die Typen von fälschlicherweise behaltenen Kleidern in folgende Untergruppen ein:
- Fehlkauf, allerdings noch tadellos in Ordnung. Fortwerfen: nur mit Gewissensbissen.
- Das Gegenstück dazu: Heissgeliebt, vielgetragen und eigentlich nicht mehr gesellschaftsfähig. Fortwerfen: nur unter Schmerzen.
- Vollkommen abgetakelt, aber ideal geeignet für kleiderschädigende Aktivitäten wie Putzen oder Veloreparieren. Fortwerfen: nicht unbedingt gerade heute.
- Leichte Schäden, mit etwas Anstrengung zu flicken. Fortwerfen: abwarten.


