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Stoccer Rückblick
Vor einiger Zeit habe ich über das Fussball-Börsenspiel Stoccer berichtet. Nun ist die Euro vorbei und mein Stoccer-Alias „pooth“ hat sein Vermögen von 100′000 auf 250′000 virtuelle Dollars gesteigert.
Die brennende Frage ist aber vielmehr: wie gut war die Prognose der Börsenteilnehmer insgesamt? Gehen wir nochmals alle Mannschaften durch, und zwar in der Reihenfolge ihrer Kursbewertung, wie sie vor der Euro 08 bestand. Den Rest des Beitrags lesen »
Stoccer: an der Euro 08 spekulieren
Vor jedem Fussballturnier verbreiten sich ja überall Theorien darüber, welche Mannschaft gute Chancen habe und warum. In den Medien, bei der Arbeit, am Stammtisch, überall wird gewerweisst. Auf solche Spekulationen lässt sich aber später niemand gerne behaften. Wer spricht z.B. noch über den WM 2006-Geheimfavoriten Tschechien (Vorrunde nicht überlebt)?
Beim Stoccer, dem Fussball-Börsenspiel der NZZ können sich nun die Experten endlich mal wirklich bewähren. Mit einem virtuellen Startkapital kann man die Titel der Mannschaften kaufen, denen man den Europameistertitel zutraut. Sobald eine Mannschaft draussen ist, sind ihre Papiere wertlos. Am Ende hat derjenige gewonnen, der am meisten Papiere des siegreichen Landes hat.
Das spannende: der Kursverlauf zeigt, wie die zurzeit rund 1000 Teilnehmer die Chancen der Mannschaften einschätzen (vertikale Skala in Prozent). Abgebildet ist die Grafik der letzten sieben Tage. Interessanterweise verändern sich die Kurse recht stark, obwohl es in dieser Zeit noch wenig harte News zu den Teams gab.
Favoriten sind eindeutig Deutschland und Italien, deren Kurs aber überbewertet erscheint und stetig fällt. Das drittplatzierte Frankreich ist der grosse Kursverlierer, mittlerweile nur noch knapp vor Spanien, das seinen Kurs stabil auf rund 8% halten konnte. Es folgt bei 6.7% die Viererbande der Nebenfavoriten: Kroatien, Tschechien, Portugal und die Niederlande. Deren Kurse scheinen eng gebündelt und verlaufen stabil seitwärts, wie man an der Börse wohl sagen würde.
Chaotischer ist die Entwicklung in der unteren Hälfte. Österreich immerhin ist konstant auf dem letzten Platz. Die 2.3.% sind meiner Meinung nach aber immer noch viel zu hoch und allenfalls durch den Heimvorteil zu erklären. Überbewertet scheint auch die Schweiz, die seit zwei Tagen einen eigenartig schwankenden Aufwärtstrend bekommen hat und nun das untere Feld anführt. Vor zwei Tagen hat Polen einen eigenartigen Satz nach oben genommen, und trifft sich bei 3.4% zusammen mit der stetig leicht steigenden Türkei und mit Rumänien, das in der Zwischenzeit mal bei fast 4% lag, insgesamt aber eine ähnliche Entwicklung genommen hat wie die Türkei.
Es bleiben Schweden, Russland und Griechenland. Alle drei haben sich über die Woche von rund 3.2% auf rund 3.8-4% verbessert. Russland hatte allerdings in der Zwischenzeit eine auffällige Bergfahrt auf über 6% gemacht, und ist seither nur noch gesunken. Griechenland nahm etwas später eine ähnliche Entwicklung in abgeschwächter Form, nochmals später auch Schweden.
Spannend wird es ab heute, weil die Mannschaften sich an Freundschaftsspielen präsentieren werden. Ich zum Beispiel bibbere, dass die Griechen gegen Ungarn eine gute Falle machen, habe ich doch etwa einen Drittel meines virtuellen Kapitals in diese Mannschaft gesteckt



