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Ich weiss schon, aber

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Arena vom 30.11.2007: Das neue Parlament

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Ich habe mir gestern wieder mal die Arena angetan.

Ich weiss jetzt, dass die Leute, von denen Herr Köppel gehört hat, dass sie zum Teil gesagt haben, dass heutige Rekruten nicht mehr der Landessprachen mächtig seien, Christoph Mörgeli heissen. Aber darum ging es in der Sendung natürlich nicht zur Hauptsache.

Zur Zeit ist es ja so, dass FDP und SP gerne öffentlich als die Kranken Männer von Bundesbern behandelt werden. Jeder Medienfutzi und jeder halbwegs Politikinteressierte fühlt sich bemüssigt, sorgenvolle Fragen zu stellen und Ratschläge zu erteilen. Parteien are the new Fussballmannschaften. Man könnte für Wahlanalysen Alain Sutter heranziehen, der wüsste bestimmt auch interessantes zu sagen über die bad vibes bei den Matchverlierer-Parteien und wie diese zu verbessern sei.

Manche Politiker liefern den Möchtegern-Parteistrategen das Futter gleich selber. Exemplarisch Fraktionschefin Gabi Huber, FDP-Innenschau verbreitend (jeder sei eingeladen, mitzudenken):

„Die FDP wird sich eigenständiger profilieren müssen. [...] Wir müssen einfacher kommunizieren, was wir wollen. Wir müssen versuchen, noch geschlossener aufzutreten, und wir müssen lernen, noch mehr auf Konfrontation zu gehen. [...] Wenn man keinen Wahlerfolg gehabt hat, muss man Analyse machen [...] und das ist ganz klar unsere Hausaufgabe.“

Ich fühlte mich wie bei Reality-TV. Strategiemeeting der Geschäftsleitung, Abteilungsleiterin übt am Hearing Selbstkritik. Kommentar im Off: „Frau Huber zeigt Reue. Sie muss im nächsten Quartal eine bessere Leistung bringen. Wird sie es schaffen?“

Aber das alles doch bitte nicht von sog. staatstragenden Parteien am öffentlichen Fernsehen! Macht Eure Strategie in der stillen Kammer. Ob sie Erfolg hat, werden die Wählerzahlen schon zeigen. Wählen werde ich Euch nie, und wenn ihr noch so eine tolle und sympathische Hop-Sviz-Kommunikationsstrategie habt, ich wähle Euch nicht, weil mir Eurer Programm auf den Sack geht, punkt.

A propos, „Go, Fiala, Go“ – immerhin diese Zielsetzung konnte die FDP nach den Wahlen erreichen.

Es wird ja auch immer so getan, als ob die heutige Dominanz der SVP schlimmer wäre als die damalige Vorrherschaft der CVP und der FDP. Was war denn das, die K+K Hardliner aus der Innerschweiz und die selbstherrlichen Wirtschafts- und Armeekader aus Gnomenzürich? Früher war ja alles besser, aber dies wiederhaben? Thanks, but no.

Geschrieben von robotnik

1. Dezember 2007 um 15:25

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